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Oberklasseambitionen

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Die edle Wollmilchsau

Das Streben nach Höherem ist ganz und gar menschlich, Konzernen geht es oft nicht anders. VWs Versuche, in den Marktbereich oberhalb der Mittelklasse, jenseits des Passat, Fuß zu fassen sind daher allzu verständlich. Es zeugt auch von Beharrlichkeit, gerade weil VW sich schon manchen Dämpfer dabei eingefangen hat. Der Arteon ist der neueste Ausdruck der Wolfsburger Oberklasseambitionen.

Die wenig erfolgreichen Vorgänger

Ein Blick zurück: Der Passat W8? Eine Antwort auf eine nicht-gestellte Frage, denn kaum einer strebt nach Achtzylinder-Prestige in einem typischen Familien- und Vertreterauto. Der spätere Passatableger CC? Ein teurerer Standard-Passat, der seine coupehafte Form gegen Platzangebot und Alltagstauglichkeit eintauschte - inzwischen wurde der zuletzt CC genannte Wagen eingestellt. Und der Phaeton? Zweifellos ein Meilenstein der Ingenieurskunst. Technisch auf Top-Niveau, aber für VW ein bitteres Zuschussgeschäft. Alle drei eint eine ungünstige Restwertentwicklung. Schmerzlich für Besitzer solcher Wagen, aber eine echte Chance für Gebrauchtwagenkäufer. Eine konkrete Restwertermittlung kann online starten, detaillierter wird dann bei einer individuellen Begutachtung bewertet.
Jetzt soll es der Arteon richten mit einem Spagat zwischen CC und Phaeton. Die technische Basis liefert der modulare Querbaukasten (MBQ), damit fährt er mit Golf-Genen vor. Der Anspruch liegt allerdings auf Oberklasseniveau. Leider ist aktuell bei vierzylindrigen 280 PS leistungstechnisch schon Schluss, auf anderen Märkten außerhalb Deutschlands sind auch 350 PS aus sechs Zylindern geplant.

Aus zwei mach eins

Das für VW-Verhältnisse mutige und progressive Design spricht sicher genug Interessenten an. Radstand und Platzverhältnisse auf Niveau eines Skoda Superb treffen jedoch auf die begrenzte Exklusivität eines Passat-Cockpits. Solide Großserientechnik verheißt Zuverlässigkeit, aber wo bleibt der Reiz des Besonderen?
Für den Hersteller ist das Risiko beim Arteon gering, selbst kleine Stückzahlen könnten etwas Glanz auf die restlichen Brot-und-Butter-Autos des Konzerns abstrahlen. Und wahrscheinlich entwickelt sich bald eine kleine, aber feine Fan-Gemeinde des jüngsten VW-Sprosses, die beweist, dass VWs Streben nach Höherem durchaus gerechtfertigt ist.

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